Tag der Erneuerbaren Energien 2026 im DWM
Am 25. April 2026 öffnete das Deutsche Windkraftmuseum seine Türen zum Tag der Erneuerbaren Energien und bot Besucherinnen und Besuchern ein vielfältiges und hochaktuelles Programm rund um die Themen Energiewende, Klimaschutz und nachhaltige Zukunftsgestaltung. Die Veranstaltung stand in diesem Jahr besonders im Zeichen eines historischen Gedenkens: 40 Jahre nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl erinnerte dieser Tag eindringlich daran, warum der Ausbau Erneuerbarer Energien unverzichtbar bleibt.
Zahlreiche Interessierte, Fachleute, Bürgerinnen und Bürger sowie Freundinnen und Freunde des Museums nutzten die Gelegenheit, sich über aktuelle Entwicklungen, praktische Lösungen und gesellschaftliche Perspektiven der Energiewende auszutauschen.
Eröffnung und Begrüßung
Den Auftakt machte um 11:00 Uhr Friedrich Bosse vom Deutschen Windkraftmuseum e.V. mit einer herzlichen Begrüßung. In seiner Eröffnung hob er die Bedeutung des Aktionstages hervor: Erinnerung an vergangene Risiken, Verantwortung für heutiges Handeln und Mut für eine regenerative Zukunft.
Vom Stromerzeuger zum Energiemanager
Im ersten Fachvortrag zeigte Karsten Bommelmann von der Hilker Solar GmbH auf, wie sich moderne Energieerzeugung zunehmend von reiner Produktion hin zu intelligentem Energiemanagement entwickelt. Themen wie Eigenverbrauch, Speicherlösungen, Vernetzung und dezentrale Versorgung standen dabei im Mittelpunkt.
Geldanlage mit Bürgerenergie
Reinhard Ernst von der Öko-Energie Huntetal eG stellte Modelle der Bürgerenergie vor und verdeutlichte, wie nachhaltige Investitionen nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern auch wirtschaftlich attraktiv sein können. Besonders das Zusammenspiel von regionaler Wertschöpfung und Bürgerbeteiligung stieß auf großes Interesse.
Wärmepumpe im Altbau – Effizient und sinnvoll?
Mit einem praxisnahen Vortrag beleuchtete Matthias Gering von der Verbraucherzentrale NRW die Potenziale und Herausforderungen von Wärmepumpen im Gebäudebestand. Dabei wurden häufige Vorurteile aufgegriffen und anhand konkreter Beispiele eingeordnet.
Tschernobyl – 40 Jahre und kein Ende
Ein besonders bewegender Programmpunkt war der Vortrag von Wolfgang Fischer von Heim-statt Tschernobyl e.V. Seine Ausführungen machten deutlich, dass die Folgen der Katastrophe bis heute spürbar sind. Der Vortrag verband historische Erinnerung mit einem klaren Appell für eine konsequente Energiewende.
Austausch, Pause und Museumsführung
Nach den intensiven Vorträgen am Vormittag bot die Pause Gelegenheit für Gespräche, Vernetzung und Diskussionen. Bei bestem Frühlingswetter konnten die Besucherinnen und Besucher zudem die angenehme Atmosphäre auf dem Museumsgelände genießen. Das sonnige Wetter trug wesentlich zur besonderen Stimmung des Tages bei und lud zum Verweilen und Austausch im Freien ein.
Auch das gastronomische Angebot des Vereins fand großen Zuspruch: Mit viel Engagement wurde vor Ort gegrillt und die Gäste mit Steakbrötchen und Bratwurst versorgt. Das kulinarische Angebot sorgte nicht nur für Stärkung zwischen den Vorträgen, sondern unterstrich auch den familiären und einladenden Charakter der Veranstaltung.
Im Anschluss führte Wilfried Winkelmann durch das Deutsche Windkraftmuseum und vermittelte den Gästen spannende Einblicke in die Geschichte und Entwicklung der Windenergienutzung. Die Museumsführung unterstrich eindrucksvoll, welchen Weg die Windenergie von ihren Anfängen bis zu modernen Technologien genommen hat.
Förderung und Sanierung im Altbau
Am Nachmittag informierte Sarhad Agam von der IBA Energieberatung über aktuelle Fördermöglichkeiten und sinnvolle Sanierungsstrategien für Bestandsgebäude. Besonders gefragt waren praktische Hinweise zu Umsetzungswegen und Finanzierung.
Die Wende der Energiewende
Mit kritischen und zugleich konstruktiven Impulsen sprach Klaus Kuhnke vom Solarenergieverein Osnabrück über aktuelle Entwicklungen der Energiepolitik. Sein Vortrag machte deutlich, dass die Energiewende neue Dynamik braucht und welche Chancen darin liegen. Auch über die Risiken von der Politik von Ministerin Reiche wurde ausgiebig gesprochen.
Visualisierung von Windenergie
Den Abschluss sollte Gerhard Hinnah mit einem innovativen Vortrag über Visualisierung von Windenergieprojekten gestalten, dieser war jedoch leider erkrankt, sodass die Veranstaltung schon etwas früher enden musste.
Ein Tag voller Impulse und Begegnungen
Der Tag der Erneuerbaren Energien 2026 zeigte eindrucksvoll, wie breit und praxisnah das Thema Energiewende heute diskutiert wird – von Technik und Finanzierung über Gebäudesanierung bis hin zu historischen und gesellschaftlichen Perspektiven. Die Kombination aus fundierten Fachvorträgen, engagierten Referenten, persönlichem Austausch und Museumsführung machte die Veranstaltung zu einem inspirierenden und erfolgreichen Aktionstag. Besonders die Verbindung des Gedenkens an 40 Jahre Tschernobyl mit konkreten Lösungen für eine nachhaltige Energiezukunft verlieh dem Tag eine besondere Tiefe und Aktualität.
Fazit
Der Tag der Erneuerbaren Energien im Deutschen Windkraftmuseum war ein voller Erfolg. Er vermittelte nicht nur Wissen, sondern motivierte auch zum Mitdenken, Mitreden und Mitgestalten der Energiewende. Das Deutsche Windkraftmuseum unterstrich einmal mehr seine Rolle als Ort der Information, Begegnung und Inspiration für eine nachhaltige Zukunft.
Ein Tag, der zeigte: Die Energiewende lebt vom Engagement vieler – und ihre Zukunft beginnt heute.
